|
CHOR DER GERETTETEN, Op. 2
Heuckes Klänge
folgen dem Duktus der ge- und verdichteten Sprache. Sie berühren mit Flüstern
die Grenze des Hörbaren, werfen sich auf bis zum Fortissimo oder wirken
zerfallen wie der „Staub“, der als Metapher bei Nelly Sachs immer wieder
auftaucht. Weit entfernt von drastischer Plakativität unterstützt Heuckes
zwölftönig angelegtes Opus subtil die Wirkung der Worte. (Westfälische Nachrichten, Münster)
Manches jagte dem
Hörer eine Gänsehaut über den Rücken, etwa das monoton gesprochene „Immer noch
essen an uns die Würmer der Angst“ oder das Geschrieene „Und uns wegschäumen“. (Münstersche Zeitung)
VIER ORCHESTERSTÜCKE, Op. 5
Heuckes
Orchesterstücke verarbeiten in höchst kunstvoller, mitunter polyphoner Arbeit den
Choral „Wer nur den lieben Gott läßt walten“, empfindsam instrumentiert,
ausgefeilt in jeder Klangballung. (Saarbrücker Zeitung)
Ein beunruhigendes,
aufrüttelndes Werk, das dem Komponisten starken Beifall einbrachte. (Solinger Tageblatt)
HÖLDERLIN-FRAGMENTE, Op. 7
Höhepunkt des Abends
waren Stefan Heuckes „Hölderlin-Fragmente“, sehr innige und ausdrucksstarke,
in wunderbaren musikalischen und strukturellen Korrespondenzen zu den Texten
angelegte Liedminiaturen .... (Ruhr-Nachrichten)
TRIO, Op. 11
Heucke ist ein
expressiver Musiker, der aus der Tradition schöpft und Neues schafft, das Konstruktive
mit reicher Klangfantasie verbindend. Sein Trio ist eine Art Abgesang auf die
romantische Ausprägung der Gattung – ausladend viersätzig wie dieses, virtuos,
von hohem Anspruch. (Westfälische Rundschau)
I. SYMPHONIE, Op. 12
Der Hörer ist tief
beeindruckt und im Innersten angerührt von der expressiven Sprache dieser
Musik. Man denkt bei diesen farbigen, bis zu erschreckender Realistik gehenden,
hautnah aus dem Text heraus entwickelten Klangvisionen in der Tat an Bach’sche
Oratorien. (Westfälische Rundschau)
... in 65 Minuten
Musik ein plastisches und drastisches Riesengemälde, das zwar religiös inspiriert,
sich aber wie die großen Passionen Bachs und die Vokalsinfonien Mahlers ins
Menschliche weitet. (Westdeutsche Allgemeine Zeitung)
QUARTETT, Op. 16
Ein
schönheitstrunkenes Werk war zu hören, vollblutig und melancholisch. Als
Hommage an die russische Seele könnte man es verstehen. Reizvoll flirrende Klangflächen, in denen sich Bajan- und
Streicherklang auf’s harmonischste mischten. (Neue
Ruhrzeitung)
II. SYMPHONIE, Op. 19
Heucke lässt sich von Platens Texten tief inspirieren
und bleibt den Emotionen der Gedankentiefen Worte eng verhaftet. Mit einem
kleine, aber sehr farbigen, raffiniert eingesetztem Orchester setzt er die
Empfindungen und Stimmungen der Gedichte mit weitgreifender Klangfantasie in
expressive musikalische Bilder um – bisweilen mit tonmalerischer Konsequenz von dunkler Hoffnungslosigkeit bis zum grellen
Aufschrei, von Naturzauber zu höllischer Seelenlandschaft. (Westfälische Rundschau)
DER SELBSTSÜCHTIGE RIESE, Op. 20
Die Märchenmusik von
Stefan Heucke regt die Kinderphantasie mächtig an. (Berliner Morgenpost)
Ein schönes und
gekonntes Werk, dem anzumerken ist, das Stefan Heucke es nicht in Hinblick auf
Avantgarde-Meriten, sonder für die jungen und alten Kinder geschrieben hat. (Westdeutsche Allgemeine Zeitung)
SONATE, Op. 23
Die 1995 entstandene
Musik (...) neigt zu episodischer Form und entwickelt dabei erzählerische
Talente, sie hat keine Scheu vor Inseln reiner Harmonie, sie besitzt zweifellos
spirituelle Qualitäten. (Ruhr-Nachrichten)
But it is the work by Stefan Heucke that is
most striking of all, with is dazzling central Variations, full of
extraordinary rhythmic ideas and unexpected sounds. (The
Gramophone)
QUINTETT, Op. 25
... doch Heucke
begnügt sich weder mit dem Schubert’schen Idiom noch mit dessen Zerstörung
durch Einflüsse aus der Gegenwart. Vielmehr zersetzt sich das Idyll aus dem
eigenen musikalischen Potential, und gerade in dieser Anlage offenbart sich
die herausragende kompositorische Leistung. (Hellweger Anzeiger)
DER GESANG AUS DER TIEFSTEN HÖLLE, Op. 26
Stefan Heucke
vertonte diese oft erschütternden Worte und Gedanken äußerst farbig und expressiv
mit starken Kontrasten und dramatischen Akzenten, eng aus dem Textausdruck
heraus. Seine Musik fordert die Interpreten bis an ihre Grenzen und beeindruckt
den Hörer mit einer unerhört suggestiven Klangsprache, die von Brutalität bis
zu romantischen Anklängen reicht. (Westfälische Rundschau)
Nicht die Engel machen die schöne Musik: es sind die
gequälten Seelen, die zum Schönen fähig sind. (Solinger Tageblatt)
DIE ORDNUNG DER ERDE, Op. 30
Im Gelsenkirchener Musiktheater fand die spektakuläre
Uraufführung statt – ein Riesenerfolg für Heucke. (Opernwelt)
Der Komponist erzielt mit seiner theatralischen,
schillernden, das Orchester in einen philosophischen Kosmos verwandelnden
Partitur eine fesselnde Deutung des Uraltmythos. ... Selten hat in jüngerer
Zeit ein Zeitgenosse den Sinn von fesselnder Theatermusik so begriffen wie
dieser hoch veranlagte Tonsetzer. (Das Orchester)
Mit der Musik seine Ballette hat Schindowski oft Mut zu
Außergewöhnlichem bewiesen. Doch das „Gilgamesch – Epos“ von Stefan Heucke für
ihn in Länge und Anspruch als eine der größten Herausforderungen. Das Ergebnis
ist von ergreifender Wirkung. (Recklinghäuser Zeitung)
NACHT-URNEN, Op. 32
Thematisch
eingebunden in den weitgespannten Bogen von Verzückung bis Abgründigkeit bot
sich ein impulsives Werk ... (Solinger Tageblatt)
KONZERT FÜR BASSKLARINETTE UND ORCHESTER, Op. 33
Regelrecht in die Zange genommen wird der
Bassklarinetten-Solist in Stefan Heuckes Konzert: Von dem Orchester zu seiner
Rechten wird er mit scharfen Rhythmen bestürmt, von links inspirieren ihn
Melodien. (Ruhr-Nachrichten)
SONATE FÜR VIOLINE UND KLAVIER, Op. 38
...Auch er bedient sich der Skala der Emotionen. Der
schmerzliche Tod durchzieht das stürmisch die Lebenskrisen meisternde, opulente
Biografie-Werk, das um das Brahms-Lied „Da unten im Tale, sehnend, suchend,
tröstend kreist. (Westdeutsche Allgemeine Zeitung)
Gut nachvollziehbar, jederzeit verständlich, präsentiert
sich diese herrliche, alle Faxen beiseite lassende Musik. (Remscheider Generalanzeiger)
DAS FRAUENORCHESTER VON AUSCHWITZ. Op. 47
Pressespiegel der Uraufführung vom 16.09.2006 in Mönchengladbach
Eine Oper, die auch mehr als 60 Jahre nach Auschwitz unter die Haut geht.
(Marion Schmickler, ARD-Tagesthemen)
Der Schlussapplaus steigerte sich
fast zum Jubel: Zu Stefan Heuckes mit Spannung erwarteter
Holocaust-Oper "Das Frauenorchester von Auschwitz" fand das Publikum in
Mönchengladbach einen unmittelbaren Zugang.
(Regine Müller, dpa)
Heucke's score continues the
tradition of Britten and Shostakovich, with essentially tonal roots and
weighty statements alternating with delicately lyrical passages. Each
character has a clear musical profile and the music played in Auschwitz
is quoted liberally and to good effect. (…) Ever since Theodor
Adorno's claim that ``writing poetry after Auschwitz is barbaric,'' the
subject of Holocaust art has been a fraught one. Heucke's opera won't
end the debate. But it does help to highlight a story that must be
told.
(Shirley Apthorp, Bloomberg TV)
Heucke scheut auch nicht vor
emotionalen Illustrationen zurück. Ein warmherziger,
mitfühlender Ton durchzieht seine Partitur, ein sanftes
Espressivo.
(Stefan Keim, Die Welt)
Gnadenlos hält Heucke an
einer hypertrophen Expressivität und Exzessivität fest,
greift perkussiv zum Äußersten, um es immer wieder mit einer
hereinbrechenden instrumentalen Kaddish-Klage zu zerschneiden.
(…..)Unaufhörlichen wird auf das Publikum
eingehämmert, das bis zu Beginn der Pause in einem wie
narkotisiert wirkenden Zustand verharrt. So enorm engagiert und
konditionsreich die Niederrheinischen Sinfoniker unter der Leitung von
Graham Jackson diesen Kraftaufwand aus dem Bühnenhintergrund
bewältigten, so verdoppelt und verdreifacht sich der
aufschreckende Appell-Charakter zunehmend.
(Guido Fischer, Frankfurter Rundschau)
Wenn der Shofar erklingt, das
jahrtausendealte Kultblasinstrument, erfüllen sich Vergangenheit,
Gegenwart und Zukunft. Der dunkle Ton wirkt wie ein Memento mori,
zugleich erfasst er tröstend die menschliche Seele: Es gibt etwas
Menschliches selbst in unmenschlicher Zeit. (….) Stefan Heucke
hat sein "opus magnum" geschrieben.
(Hans-Jörg Loskill, WAZ)
|